.. 27.Jun.2017 .. 10:46 Uhr ..
 achtung: entwurfsfassung, nur testweise im netz (bei Fehlern gerne Rückmeldung)
Vorbemerkungen
Für wen sind diese Seiten?  

Beim Betrachten der Logfiles habe ich feststellen müssen, dass sich auch Besucher von außen auf diese Mini-Website verirren. Daher eine kleine Vorbemerkung. Der Besuch der Seiten geschieht auf eigene Gefahr!

Diese Website ist für mich. Zumindest eigentlich.

Ich habe irgendwann angefangen, mich über die Häme zu ärgern, die diesem Beruf aus vielen Ecken entgegenschlägt, vor allem nach den ersten PISA-Studien.

Ich habe mal versucht, mich ein wenig schlau zu machen und eine Reihe von Dokumenten im Netz gefunden. Die habe ich dann in Form einer kleinen Website zusammengefasst. Dies geschah auch, weil ich HTML, CSS, PHP sowie den Umgang mit Webeditoren (WYSIWYG und ASCII) üben wollte, das brauche ich auch im Beruf.

Brav wurden die Quellen verlinkt, die Dokumente lokal gespeichert. Nach einigen Jahren, mehreren Computerwechseln und einem gründlichen Festplattencrash trat folgendes Problem auf: Die gespeicherten Dokumente sind zu einem großen Teil - wegen des Crashs oder der fehlenden Ordnung im System - nicht mehr auffindbar und viele Links enden auf irgendeiner Seite 404 (toter Link in einem mehr oder weniger schönen Design).

In der Aktualisierung werden deshalb oft zwei Links erscheinen, der normale Link zum Originaldokument und ein zweiter, der auf eine Sicherung auf diesem Webspace verweist; die HTML-Dokumente sind dann allerdings zu Textdokumenten konvertiert.

Dass Lehrer faule Säcke sind, das weiß doch jeder.  

Der Berufsstand ist auf den Hund gekommen, zumindest in der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung. Die Titelzeile ist das bekannte Zitat unseres ehemaligen Bundeskanzlers.
Ich mochte den eigentlich, aber dieser dumme Spruch (und zu sowas neigte er nun mal, wie man am Tag seiner Abwahl sah) war bezogen auf das Bild der Lehrer sicher das verheerenste Ereignis der letzten 20 Jahre. (Das meine ich sehr ernst, mittlerweile hab ich das auch schon in Zeitungskommentaren lesen können.)

Die eigentliche Motivation war aber der Artikel im Spiegel Nr 46/2003. (als lokale *.pdf-Sicherung, ca. 1MB)

Dass da wieder über die Lehrer hergezogen würde war mir klar, bevor ich das Teil erwarb. Dass die Redakteure aber so hirnfreies Zeugs schreiben und der Spiegel das dann auch veröffentlichen würde, das hätte ich nun auch nicht gedacht.

Ich habe mir dann die Frage gestellt, ob ich wirklich so und nicht merke, dass es den deutschen Lehrern saugut geht. Und das im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung und im Gegensatz zu allen anderen Lehrern in der Welt.

2011
Viel ist unverändert, aber es mussten doch einige Aktualisierungen und Ergänzungen rein.
Die Liste der Urteile/Vorurteile  
  • Deutsche Lehrer verdienen mehr als Lehrer in anderen Ländern und arbeiten weniger. Und sind unkündbar und deshalb so träge!
  • Deutsche Lehrer verdienen verglichen mit anderen Berufen in Deutschland zuviel.
  • Deutsche Lehrer werden so früh pensioniert wie sonst nirgends. Da gibt es Zahlen wie 'Durchschnittsalter bei der Pensionierung 52 Jahre'.
  • Deutsche Lehrer haben nachmittags frei und vormittags recht, außerdem haben sie dauernd Ferien.
  • In den Lehrerzimmern sammeln sich die Weicheier der Nation.
  • Die Lehrer bringen nichts, das sieht man an den PISA-Ergebnissen. Lehrer in anderen Ländern (Finnland, Japan, Schweden, ..., eigentlich fast überall) leisten trotz schmaler Bezahlung viel mehr.
  • wird nach Belieben fortgesetzt.

Zumindest mit einigen dieser Aussagen kann man sich mit Hilfe von Fakten ein wenig auseinander setzen.

Der Spiegelartikel

Einige Zitatfetzen:

  • Die Bezahlung der Lehrer ist top, das Wissen der Schüler ein Flop. Lahme Lehrer, dumme Schüler: Warum das so ist ...
  • ... von denen gerade mal 9% bis 65 durchhalten. und die vor allem gern jammern. Manche Lehrer werden mit Anfang 40 in den Ruhestand versetzt.
  • Das Lehrerzimmer wird zum Auffangbecken für Unentschlossene, Ängstliche und Labile.
  • In vielen Lehrerzimmern sitzen immer noch zahllose elektronische Analphabeten.
Ab 22jul10: 6899 Bes.
jaik.de